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Archiv für die Kategorie ‘Sexualität’
14 Okt

Überblick über die Verhütungsmethoden

Neben der Pille, der das weibliche Geschlecht seit den 70er-Jahren eine vollkommen neuartige, so noch nie dagewesene sexuelle Freiheit zu verdanken hat, gibt es eine Vielzahl weiterer Verhütungsmittel, die eine Schwangerschaft bei richtiger Anwendung beinahe ebenso sicher verhindern können. Der sogenannte Pearl-Index dient hier als Maßstab für die Sicherheit einer Methode zur Empfängnisverhütung und bezeichnet damit, wie viele Frauen von hundert dennoch schwanger werden.

Grundsätzlich muss zwischen natürlichen, mechanischen, chemischen und hormonellen Verhütungsmitteln eine Unterscheidung vorgenommen werden.

Natürliche Verhütungsmethoden orientieren sich am Zyklus der Frau und bleiben in ihrer Sicherheit hinter den mechanischen und hormonellen Methoden zumeist etwas zurück.
Bei der Temperaturmethode wird jeweils morgens zur gleichen Uhrzeit die Basaltemperatur zur Bestimmung der fruchtbaren Tage zur Rate gezogen. Eine weiter natürliche Methode zur Empfängnisverhütung stellt die Hormonmessung dar, bei der der Morgenurin der Frauen mit einem Teststreifen analysiert wird und anhand der sich verändernden Hormonwerte der Zeitpunkt des Eisprungs bestimmt wird. Als äußerst unsicher, aber auch zu den natürlichen Methoden der Verhütung zählend, ist der sogenannte Coitus Interruptus, bei dem der Mann während dem Geschlechtsverkehr rechtzeitig vor dem Samenerguss den Penis aus der Scheide zieht.

Die bekannteste Form der mechanischen Empfängnisverhütung stellt wohl das Kondom dar, das neben Empfängnisschutz auch die Ansteckung vieler Geschlechtskrankheiten verhindert. Das “weibliche Gegenstück”, das sogenannte Femidon, ist dem Kondom äußerst ähnlich aber den anatomischen Bedingungen der Frau angepasst. Das Diaphragma oder auch als Scheidenpessar bekannt ist eine aus Silikon oder Latex bestehende Kappe, die vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt wird und auf diese Weise den Muttermund verschließt.

Neben der Pille gibt es auch noch weitere, andere hormonell wirkende Verhüttungsmittel. Durch die Dreimonatsspritze werden einer Frau alle drei Monate Hormone gespritzt, die einen sehr hohen Empfängnisschutz bieten. Einen neueren Empfängnisschutz stellt das Verhütungsstäbchen dar. In den weiblichen Oberarm eingesetzt gibt es Hormone ab und verhindert so eine Empfängnis. In ähnlicher Art und Weise wirkt die Hormonspirale, die in der Gebärmutter eingesetzt, im Gegensatz zur Pille nur Gestagene abgibt, aber keine Östrogene enthält.

Chemische Verhütungsmethoden bestehen allesamt aus Spermiziden, die es in unterschiedlichsten Präparaten, beispielsweise als Zäpfchen, Gels oder Schaum, auf dem Markt zu finden gibt und die mit ihrer spermienabtötenden Wirkung als – leider nur sehr unsicherer Empfängnisschutz – gehandelt werden. Allenfalls stellen diese Methoden eine zusätzliche Ergänzungsmöglichkeit dar.

 

Und hier noch ein  paar Linktipps:

www.dokteronline.com – alle Infos rund um  Verhütungsmittel

mein persönlicher Tipp – www.gofeminin.de – die Onlineplattform rund um “weibliche Themen”

und zum Thema: Ist Verhütung Frauensache?