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19 Okt

Beleuchtung in Kunst und Musik

Das Thema “Beleuchtung in Kunst und Musik” kann von mehreren Seiten aus betrachtet werden. Einerseits sind namhafte Designkünstler damit beschäftigt, Lampen zu entwerfen. Vielfach befassen sich Künstler mit Lichtobjekten oder beleuchteten Installationen – beispielsweise einige Bauhaus-Künstler. Beleuchtung dient aber natürlich auch dazu, Kunst zu inszenieren.

Ob einer als Hobby Tiffanylampen herstellt oder den Schritt darüber hinaus zu ganz eigenwilligen Designs macht: Lampen und Beleuchtungsobjekte faszinieren. Das Spiel aus Farbe und Licht hat schon große Künstler inspiriert, die Kirchenfenster hergestellt haben. Seit es die elektrische Lampe gibt, haben sich Designer und Künstler immer mehr dafür interessiert, sie designerisch zu optimieren. Anderen lag es wiederum am Herzen, den üblichen Leuchtmöglichkeiten ganz neue Funktionen zuzuordnen. Man beleuchtete beispielsweise Skulpturen aus Naturmaterialien und schuf so ganze neue Lampen, die zugleich dekorative oder künstlerisch anspruchsvolle Raumobjekte waren. Angelehnt an die Lampen Marokkos oder Indiens erschufen wieder andere Künstler eigene Designs. Man erfand Kunstobjekte und Installationen, in denen Glühbirnen, Leuchtstoffröhren oder LED-Leuchtquellen eine Rolle spielten. Zum Teil wird die Verwendung solcher Leuchtquellen später zum restauratorischen Problem. Mit dem Verbot der Glühbirne kann man beispielsweise auch kein mit 1000 Glühbirnen bestücktes Leuchtobjekt reparieren, wenn es nicht mehr an allen Stellen funktioniert.

Unter dem Begriff “Lichtkunst” hat sich eine vollkommen eigenständige Kunstrichtung etabliert. Es dreht sich um Installationen und Skulpturen, die mit Hilfe künstlicher Lichtquellen ihre Wirkung erzielen. Davon zu unterscheiden sind alle Objekte, die der Beleuchtung, Signalübertragung im Verkehr oder der Werbung dienen. Lichtkunst verfolgt einen Selbstzweck. Man kann leicht nachvollziehen, dass sie am besten im Dunkeln zur Geltung kommt. Das wiederum stellt die Museen vor neue Herausforderungen. Ob Olafur Eliasson in riesigen Hallen atmosphärisches Licht erschafft, in dem man förmlich baden kann oder ob eine Wand mit wechselnden Lichtquellen und Farbfiltern farbig illuminiert wird, ist unterschiedlich. Lichtkunst hat verschiedenste Richtungen eingeschlagen. Der eine lässt Textfragmente über einen hellen Bildschirm wandern, der andere installiert raumgreifende Laserlichtbänder. Namen wie Lázló Moholy-Nagy, Dan Flavin oder Mischa Kuball sind vielen Interessenten dieser Kunstrichtung ein Begriff.

Dass auch die Bühne oder Kunstausstellungen im hohen Maße vom Licht abhängen, ist nachvollziehbar. Lichtregie ist ein Begriff, der dies verdeutlicht. Licht- und Beleuchtungstechniker installieren die Beleuchtung, werden in die Proben eingebunden und bedienen die Lichtanlagen von einem Mischpult aus, sobald das Stück auf die Bühne geht. Ob es ein Schauspiel, eine Oper, eine Kunst-Ausstellung oder eine Zirkusvorführung ist, spielt keine Rolle: Licht setzt dramatische Effekte, erhellt Zusammenhänge oder stellt alles in den Schatten.

Und zum Schluss noch einige Linktipps zum Thema:

Baunetzwissen – hier speziell die Beleuchtung von Kunst

Lampenwelt – schöner Onlineshop für Lampen und Leuchten

anthromedia.net – Beleuchtungskunst vom antroposophischen Standpunkt

 

Und wie U2 das Brandenburger-Tor ganz in Grün tauchte: